haseln
Alle Artikel
Operations

Cold Calling Agency vs. eigenes SDR-Team: Wann lohnt sich was?

15. April 20266 Min.
Operations

Eigene SDRs aufbauen oder eine Cold Calling Agency beauftragen? Die Antwort haengt nicht vom Budget, sondern vom Reifegrad eures GTM. Wir zeigen, wann ein eigenes Team sich rechnet, wann eine Agency die bessere Wahl ist, und worauf ihr in beiden Modellen achten muesst.

Die echten Kosten eines eigenen SDR-Teams

Ein eigener SDR kostet im DACH-Raum zwischen 55.000 und 75.000 Euro brutto pro Jahr, plus Tooling (CRM, Outreach-Tool, LinkedIn Sales Navigator, Domain-Setup, Daten-Anbieter) etwa 8.000 bis 15.000 Euro pro Jahr. Plus Fuehrung: ein SDR ohne Lead funktioniert nicht. Plus Onboarding: drei Monate, in denen er noch nicht produktiv ist.

Realistisch landet ihr bei 90.000 Euro vollkostenbeladen pro SDR im ersten Jahr. Und ein einzelner SDR liefert in der Regel zwischen vier und acht qualifizierten Terminen pro Woche, wenn das Setup stimmt.

Was eine Cold Calling Agency wirklich kostet

Seriose Cold Calling Agencies kalkulieren entweder pro Termin (zwischen 250 und 600 Euro pro qualifiziertem Termin), pro Stunde (80 bis 120 Euro pro Caller-Stunde), oder pauschal (12.000 bis 25.000 Euro Monats-Retainer). Die Spanne ist gross, weil die Qualitaet stark variiert.

Pro Termin klingt verlockend, hat aber einen Haken: die Agency hat einen Anreiz, viele schlechte Termine zu liefern. Wir empfehlen Retainer mit definierter Termin-Qualitaet (z.B. 'qualifiziert' = Teilnehmer auf Entscheider-Ebene, klares Budget-Signal, vereinbarter Folgetermin).

Wann ein eigenes Team sich rechnet

Eigenes Team macht Sinn, wenn drei Bedingungen erfuellt sind:

  • Ihr habt ein klar definiertes ICP und ein bewaertes Messaging. Das eigene Team baut nichts auf, was nicht steht.
  • Ihr koennt einen erfahrenen Sales Manager oder Head of Sales als Lead bereitstellen. Ohne Lead verbrennen SDRs in den ersten sechs Monaten.
  • Ihr habt einen Markt, der sich in den naechsten drei Jahren nicht radikal aendert. Sonst lohnt sich der Aufbau nicht.

Wann eine Agency die bessere Wahl ist

Die Agency gewinnt, wenn ihr schnell ramp-en muesst (drei Monate statt neun), wenn ihr einen neuen Markt testet (USA, neues Vertikal), oder wenn ihr nicht das Management-Bandbreite habt, ein eigenes Team zu fuehren.

Wichtige Bedingungen an die Agency: sie muss eure Daten besitzen oder zumindest mit euch teilen, ihr muesst die Skripte mitschreiben (nicht abnicken), und ihr muesst die Reply-Daten regelmaessig sehen. Sonst zahlt ihr fuer eine Black Box.

Das Hybrid-Modell

Was wir in der Praxis am haeufigsten sehen: Agency fuer die ersten sechs bis neun Monate, parallel Aufbau des eigenen Teams, dann Uebergabe. Die Agency liefert sofort Pipeline, schreibt das Playbook und gibt es weiter, das eigene Team uebernimmt das laufende Setup mit klaren SOPs.

Dieses Modell rechnet sich, wenn die Agency es zulaesst. Manche tun das nicht (sie wollen nicht ihren Job wegrationalisieren). Achtet im Vertrag auf Knowledge-Transfer-Klauseln, sonst sitzt ihr nach 18 Monaten fest.

Welche Frage ihr euch stellen solltet, bevor ihr entscheidet

Statt 'Agency oder eigenes Team' fragt euch zuerst: ist mein Outbound bereits validiert? Wenn nicht, ist beides verfrueht. Erst die GTM-Strategie schaerfen, ICP definieren, Messaging testen, dann skalieren. Wer mit ungeklaertem Setup ein SDR-Team aufbaut oder eine Agency anstellt, verbrennt Geld.

Bereit, mit haseln zu starten?

Wir buchen mit euch einen 30-Minuten-Termin und klären, ob wir der richtige Partner für euer Outbound sind.

Strategy Call vereinbaren